3.3.2.9 Die Grenzen der Datenwirkung

 

Der bei Datenerfassung, -überlappung, -ordnung und -voraussage unvermeidliche Informationsverlust wird in der Regel als unerheblich dargestellt bzw. angenommen.

Diese Annahme ist jedoch nicht vertretbar!

Selbst kleinste Veränderungen einzelner Einflüsse von außen können ohne Einbindungen "explosive" Systemveränderungen bewirken.

Dies gilt auch dann, wenn die Einflüsse und Zusammenhänge genau bekannt sind wie Darstellung 8 zeigt.


Darstellung 8

Instabilität

Die Abbildungen zeigen die Bahnen dreier Körper,
die sich unter dem Einfluß der Gravitationskraft bewegen.

Bereits geringfügige Änderungen der Anfangsbedingungen
(also Orte und Geschwindigkeiten der drei Körper zu Beginn
der Simulation) führen zu deutlichen Veränderungen
im weiteren Verlauf der Bewegung.

Selbst eine "bis auf viele Stellen hinter dem Komma"
genaue Kenntnis der Anfangsbedingungen erlaubt also
keine hinreichend genaue Vorhersage über die Positionen
der Körper am Ende der Simulationsdauer.


 

Eine pauschale Grenze für die Datenwirkung kann also nicht angegeben werden. Das Abschneiden der Attribute bei der Datenerfassung, -überlappung, -ordnung und -voraussage kann also völig unerwartete Wirkungen haben und ist deshalb theoretisch nicht zulässig (wenn auch praktisch unvermeidbar!).

Damit ist auch die Möglichkeit einer Datengewichtung in Entwicklungsverläufen (besonders längerfristiger Art) grundsätzlich in Frage zu stellen.

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